Kurzbeschreibung der Finanzverwaltungslösung
HBCI
HBCI steht für Home Banking Computer
Interface und beschreibt ein Internet-Protokoll, welches die
Kommunikation eines Bankkunden mit seiner Bank über das Internet
ermöglicht. Über diese Schnittstelle kann der Bankkunde
Geschäftsvorfälle auslösen, (Konto-)Informationen abrufen usw. Die
meisten Banken in Deutschland stellen diese Schnittstelle nach aussen
zur Verfügung.
Mit HBCI4Java steht eine Klassenbibliothek zur Verfügung, die von
beliebigen Java-Anwendungen verwendet werden kann, um das
HBCI-Protokoll zu benutzen. Damit wird die Entwicklung von
Applikationen wie Home Banking-/Buchhaltungs-Software, automatisierte
Abrechnung (z.B. in Händlersystemen, Brokerage usw.) auf Basis von HBCI
möglich.
Im Folgenden werden einige Eigenschaften von HBCI4Java aufgeführt, die
in dieser Kombination nur von HBCI4Java geboten werden:
- Implementation vollständig in Java - damit
wird eine 100%ige Verfügbarkeit für alle Plattformen garantiert, für
die es eine entsprechende Java-Version gibt.
- Der Quelltext zu den meisten Teilen von
HBCI4Java ist öffentlich verfügbar.
- HBCI4Java unterstützt derzeit alle gängigen
HBCI-Versionen (2.01, 2.1 und 2.2) mit den darin vorgegebenen
Sicherheitsmechanismen. Zusätzlich wird die HBCI-PIN/TAN-Erweiterung
unterstützt, die es erlaubt, das bekannte PIN/TAN-Verfahren für die
Authentifikation zusammen mit dem HBCI-Protokoll zu
verwenden.
- Modulare Architektur - dadurch ist es leicht
möglich, zukünftige Versionen des HBCI-Protokolles, neue
Sicherheitsmechanismen zur Authentifizierung/ Verschlüsselung,
bankspezifische Anpassungen usw. sehr schnell in HBCI4Java zu
integrieren.
- Anwendungsorientierte
Programmierschnittstelle - Anwendungsentwickler, die HBCI4Java
verwenden, benötigen keinerlei Kenntnisse des HBCI-Protokolles, sondern
können vielmehr direkt typische Geschäftsvorfälle sehr einfach erzeugen
und auswerten. HBCI4Java übernimmt dabei absolut transparent sämtliche
Aufgaben, die nötig sind, um die gewünschten Geschäftsvorfälle
erfolgreich bei der jeweiligen Bank einzureichen und um die Ergebnisse
auszuwerten.
- Dynamische Anpassungen an bankspezifische
Besonderheiten möglich - Module, die Anpassungen an das Verhalten
einiger spezieller HBCI-Server realisieren, können zur Laufzeit zu-
oder abgeschaltet werden.
- Einsatz in beliebigen Umgebungen möglich -
HBCI4Java lässt sich nicht nur in - normalen Java-Anwendungen
verwenden, sondern wurde auch bereits in Applets, in Servlets (auf
einem Application Server), als PaymentProvider-Service, in
Lasttest-Tools für HBCI-Server und sogar als eigener HBCI-Server
eingesetzt.
- Benutzung von Daten fremder Software - die
modulare Architektur von HBCI4Java ermöglicht es, Schlüsseldateien
anderer Softwareprodukte verwenden zu können (In den Schlüsseldateien
werden die personenbezogenen Daten und Sicherheitsmerkmale eines
Bankkunden für seinen HBCI-Zugang abgelegt. Das Format dieser
Schlüsseldateien ist nicht vorgeschrieben, so dass jede HBCI-fähige
Software hier u.U. ein eigenes Format benutzt). Zurzeit werden die
Schlüsseldateien im SIZ-Format (verwendet von StarMoney, GENOlite,
u.a.) sowie Schlüsseldateien von OpenHBCI (freie
HBCI-Client-Implementation in C++, wird z.B. in GnuCash verwendet)
unterstützt.
- Es ist ein Framework für das Aufsetzen eines
eigenen HBCI-Servers vorhanden, der ebenfalls die
HBCI4Java-Schnittstellen benutzt und demzufolge als Java-Anwendung
realisiert ist.
- Es werden Tools und Demo-Anwendungen
bereitgestellt, welche die Arbeit mit HBCI4Java demonstrieren und die
als Beispielapplikationen bzw. Skelette für eigene Applikationen
verwendet werden können.
- Es existieren Wrapper-Bibliotheken, die den
Einsatz von HBCI4Java auch aus anderen Programmiersprachen heraus zu
ermöglichen (z.B. Delphi).
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